Erich Graf Gimbsheim Rheinhessen

  Erich Graf (1925-2003) - Heimatkünstler aus Rheinhessen - bekannt als Graf von Gimbsheim ®

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Leben und Werk


Ausstellung 2010 Gimbsheim


Spurensuche in Gimbsheim


Gimbsheimer Ansichten


Weinprobierkeller Gimbsheim


100 Jahre SV Gimbsheim


Bottrop-Kirchhellen


Erich Graf im Rathaus Stuhr


Grafs Tierleben


Schöne Erinnerungen



Graf von Gimbsheim ®
GvG-Team


Weihnachtsmarkt 2010 Gimbsheim


Neue Ansichten von Gimbsheim


Im Januar 2013 jährte sich der Todestag von Erich Graf zum 10. Mal. Ein Nachruf im Heimatjahrbuch Alzey-Worms erinnert an ihn. (hier klicken)



 

Ausstellungsbroschüre (GvG-Designs)

 

Künstlerpostkarte Nr. 1 (GvG-Designs)

Festschrift zum 75. Geburtstag 2000 (GvG-Designs)
 

   

Einen aktuellen Überblick über unsere heimatgeschichtlichen und wissenschaftlichen Forschungen erhalten Sie hier: bitte klicken


Aktuell:

 

„Verdammte Nazis letztlich besiegt“. Howard Kahn aus Israel erinnert an die rheinhessische Herkunft seiner Familie. In: Allgemeine Zeitung (Rheinhessen-Teil) vom 9.11.2016
Steter Ruf nach Freiheit. Vor 55 Jahren starb Sozialdemokrat Josef Frühwein. In: Allgemeine Zeitung (Rheinhessen-Teil) vom 28.9.2016
Der „amerikanische“ Gutenberg. Teil 2: Die Gutenberg-Statue von Ralph Goddard. In: Mainz Vierteljahreshefte für Kultur, Politik, Wirtschaft, Geschichte, 2/2016
Sturm mit Äxten und Pistolen. 1938 erlischt jüdisches Leben in Hamm. Das Schicksal der Familie Heß. In: Allgemeine Zeitung Mainz, (Rheinhessen‐Teil) vom 27.1.2016
  Ein Tag voller Terror und Zerstörung. Am 10. November 1938 wurde die Synagoge in Osthofen niedergebrannt. In: Wormser Zeitung vom 9.11.2015

 



 

 

 

Auf dieser interessanten Website finden Sie eine Zusammenfassung unserer Auswanderergeschichte. Klicken Sie einfach auf das Logo.


Einige Stimmen zu unserer Arbeit

Keep up your Good Work... Yael David-Cohen


Thanks so much for remembering the Kahns and not forgetting about the Jews who once populated the Rhineland. Your efforts on all of our behalves are very much appreciated (Howard Kahn, Jerusalem, 2016)

 

Your work is amazing!! (Mauree Mclaughlin, Breman Holocaust Museum Atlanta)
 

“We are very happy to hear about your courageous work …”  (Yael David-Cohen, 2016)


Just to see my grandfather's name come across my screen today was a gift. Thank you for this sacred work of preserving the memories of those who called Germany home for so many generations. … Thank you once again for such devotion. It is an inspiration to me. 'Shalom, Y.S.

 

Ganz ehrlich: Ich habe geheult, und nicht zu knapp. Sie haben einen wunderbaren Text geschrieben, dessen Emotionalität in seiner schonungslosen Sachlichkeit liegt., K.G.

 

I was very pleased and interested to receive your email. I would be very interested in your information about my fathers family.Looking at your website I see you feature Leo Strauss who was my fathers first cousin,in fact when my father first left Germany in April 1933 after he was excluded from the University he went to Paris to Leo Strauss before emigrating to Palestine. (...) You have done a great deal of work on this (my) family.  (...)  We hope to see you if you come to London or Israel where most of my part of the David family lives. (...) Keep up your Good Work on my family , Yael  (Yael David-Cohen, Tel Aviv)

 

Hello – my name is Dena Rueb Romero and my father was Emil Rueb from Guntersblum. I was thrilled to receive copies of the email correspondence with my cousin Joanne Epstein regarding the Davids of Gimbsheim and the Schlossers of Alsheim.  (Dena Romero, Hanover, New Hampshire)

I was so thrilled to see your email! How very interesting!! I am certain I can track down good information for you, and will begin TODAY. I do know a certain amount of information, but there are surely many more things to dig up. (...)  I'm excited to help in any way that I can. Perhaps one day we can speak on the phone- I can't wait to tell you the story of how I came to call the theatre "The Vienna".(...) Thanks so much for including us in this project. I'm profoundly interested in the history of our city and country, and especially, as we both live and work in this building. So glad you contacted us. (Ken Goodman, Hot Springs, Arkansas)

 

Möchte Ihnen und Ihren Mitstreitern ein großes Kompliment machen, es ist fast unglaublich was Sie in solch kurzer Zeit geleistet und recherchiert haben. (Stefan Kehl, Verleger, Hamm am Rhein)

We wish you the best of luck in your research on the Rheinhessen network. It’s an extremely interesting and important topic. (Kelly A. McCullough, German Historical Institute, Washington, DC)

 

Vielen Dank fuer den Reprint des HSM Style Books.... Die Qualitaet ist beeindruckend. (Prof. Dr. Tobias Brinkmann, Department of History & Religious Studies, Penn State University)

 

I would be honored to have you write an article about my great great uncle, Daniel Bermes and our movie, "The Daniel Bermes Boulevard Brewery" (Susan Scherman, Weehawken, New Jersey)


Unser Buch über den Gimbsheimer Auswanderer Abraham David, "Vom Rhein an den Cape Fear River", ist weiterhin lieferbar.
132 Seiten, mit vielen Abbildungen, Preis: EUR 24,90 , ISBN: 978-3-935651-49-3
 

Das Buch ist in Wilmington, North Carolina, ebenfalls auf großes Interesse gestoßen. Glenn Tetterton bereitet eine Übersetzung ins Englische vor. bitte klicken
 


Bereits erschienen:

96 Seiten im Format 11,5 x 16,5 cm; Reprint – Limitierte Auflage; erscheint als Taschenbuchausgabe;
ISBN: 978-3-935651-46-2 , 12, 90 €


Leopold Hirsch aus Gimbsheim

Karsamstag,  30. März 1793: ein Feldschütz aus Alsheim leitet das Ende der Mainzer Republik ein


Ostern 1873 - Vor 140 Jahren in Worms: jüdischer Circus Blumenfeld

Bechenheim - Union City: Bermes Brewery


Mommenheim-Staudernheim-Tampa: Bena Wolf-Maas und Raymond Wolff

Framersheim - Springfield, IL: Philip Rupp, ein "persönlicher Freund" Abraham Lincolns


Dienheim - Hermann, MO: Stone Hill Winery (Georg Starck)

Mettenheim - Milwaukee: Best-Pabst-Brewery


Zum 40. Jahrestag von Apollo 17 - Der deutsche Anteil an den Mondmissionen



Weinanbau in Hermann im „Missouri Rhineland“

© Verlagsgruppe Rhein-Main 2012

Von den Bergen ertönt Gesang - Traubenlese in Nierstein anno dazumal

© Verlagsgruppe Rhein-Main 2012

 

Das Schicksal der Gimbsheimer Familie Hirsch im Dritten Reich

Once upon a time...


Aaron Haas aus Hamm am Rhein


 


HSM - Eppelsheim - Chicago



 


© Verlagsgruppe Rhein-Main 2012



 


Ausgewandert oder umgebracht: Das Schicksal der Gimbsheimer Familie Hirsch im Dritten Reich

 

Wer von diesen jungen Männern ist Richard Hirsch? Oder anders gefragt: Woran soll man einen "Juden" erkennen können? Was macht den Unterschied aus bei diesen elf Fußballfreunden, die mehr oder weniger aus ähnlichen Verhältnissen stammen, der gleichen Freizeitbeschäftigung nachgehen, sich bei einem sportlichen Sieg gemeinsam freuen und zusammen feiern?
Die Frage dürfte sich zu der Zeit, als die Aufnahme vor mehr als neunzig Jahren entstand, natürlich so nicht gestellt haben. Aber schon einige Jahre später sah das anders aus. Die Frage wurde gestellt - und beantwortet. Mit schlimmsten Folgen für den Betroffenen: Ausgrenzung - Denunziation - Inhaftierungen - Entzug der Staatsbürgerschaft - Deportation - Ermordung. Wer von den elf Freunden sollte diesen Leidensweg einmal gehen müssen?
hier klicken



© SV Gimbsheim 1911  (freundlicherweise überlassen von Jakob Scheller)

 

 Aber auch die "Geretteten" waren Opfer: .…Ungefähr 20 meiner Leute sind nicht mehr... Ich habe immer Sorgen, so lange ich lebe; gut dass ich nicht weiß, wie lange das sein wird…, schrieb Ida Hirsch-Greif, die Schwester von Richard Hirsch, 1948 aus dem Exil in New York.  Erneut zu Opfern wurden viele nach 1945. So stellte Ida Greif 1965 konsterniert fest, dass sie immer noch keine Entschädigung erhalten habe. Man verlange weiterhin „Beweise“ aus der Zeit vor 1938. Beweise? Haus-, Grund- und Flurbesitz - den hatten die am Ort verbliebenen ehemaligen "Mit"-bürger legal unter sich aufgeteilt. Und die Täter? Sie kamen nach einer kurzen Schamfrist als gewendete "Ehrenmänner" ins Dorf zurück. Jeder hat eine zweite Chance verdient. Wohl wahr. Nur – die Opfer (und dazu gehören auch die Emigranten) hatten sie nicht.



 



Sad news from Wilmington - Roy Clifton verstorben

You got to live your life not in fear  (Roy Clifton)
 

Roy Clifton, Inhaber des Caffe Phoenix im Abraham David-Haus in Wilmington, NC ist am 28.5.2012 verstorben. Noch im September letzten Jahres hatten wir ihn im Zusammenhang mit unserem Buch-Projekt besucht. Roy stand in Verbindung mit der Wilmingtoner Historischen Gesellschaft und war über die deutsche Vergangenheit seines Hauses bestens informiert. Bereitwillig posierte er mit einem freundlichen Lächeln auf Fotos, die zur Veröffentlichung in Deutschland gedacht waren (Heimatjahrbuch Alzey-Worms und Wormser Zeitung) (Nachruf: bitte hier klicken)


 


Friends in New York... Just like you remember it


Wo gibt's die besten Hot Dogs in New York? Natürlich bei Heid’s. Was dem Berliner seine Currywurst ist dem New Yorker sein Hot-Dog. Und bei Heid’s schmecken die heißen Würstchen besonders gut. Als eines der ältesten Drive-ins (seit 1917) ist Heid’s eine Institution und seine Hot Dogs bei Einheimischen wie Touristen gleichermaßen beliebt. Und wer begründete die Hot Dog Dynastie in New York? Es war ein Gimbsheimer Metzgermeister: Michael Heid. Nicht zu verwechseln mit Michael Heid, dem Bürgermeister von Liverpool, das war sein Sohn.

Klicken Sie auf den Bierkrug und schauen einmal kurz bei Heid's vorbei.

© guya702 (ebay.com)

Bei ebay und anderen Internetbörsen stößt man gelegentlich auf Memorabilia rheinhessischer Auswanderer-Geschichten.


Die Stadt und der Staat New York waren ein Sammelbecken von Auswanderern aus Rheinhessen. Als 1904 ein erfolgreicher Geschäftsmann zum 50. Jahrestag seiner Auswanderung seine Gimbsheimer Verwandtschaft nach Amerika einlud, war die Wiedersehensfreude groß. Gemeinsam besuchten sie viele weitere ehemalige Auswanderer aus der Altrheingemeinde. An die Adressen zu kommen, war nicht schwer. Arbeitete doch einer von ihnen in einem New Yorker Paketpostamt.
Man wäre bei dieser rheinhessischen Reunion gerne dabei gewesen, als sich die Auswanderer und ihre Gäste, vielleicht bei einem Würstchen in der Bahnhofskneipe der Heids oder beim Night Lunch im Restaurant des Kaufhauses Deys - mit Kuchen à la Guntersblum versteht sich, die Lebensgeschichten erzählten.
 


 

An einigen dieser Geschichten können Sie bald Anteil nehmen. Ein Schwerpunkt einer kleinen Ausstellung, die im September in Gimbsheim präsentiert werden soll, sind die rheinhessischen Auswanderer in New York. Ihre Namen lesen sich wie ein Who-is-who von Familiennamen aus Alsheim, Eich, Gimbsheim, Guntersblum usw. Die Ausstellung wird für einige Besucher auch eine Wiederbegegnung mit Namensvettern und vielleicht sogar mit den den eigenen Vorfahren sein.


I Pity The Poor Immigrant Who wishes he would've stayed home
 

Mitleid mit dem armen Immigranten zeigte Bob Dylan dereinst in einem Song auf seinem John Wesley Harding-Album. Mit Recht. Das Leben der Auswanderer zeichnete sich natürlich nicht nur durch Erfolgsgeschichten aus. Denn in der Regel war es hart und entbehrungsreich, zumindest für die 1. Generation. Und wer in der alten Heimat nichts auf die Reihe bekam, dem fiel es auch in der Fremde schwer, Fuß zu fassen.

Besonders dramatisch verlief das Auswandererabenteuer für Philipp O. und Katharina B. aus Gimbsheim.  Die beiden Liebenden - Fahnenflüchtling Philipp und seine Geliebte, die verheiratete Mutter zweier Kinder, Katharina, machten sich bei Nacht und Nebel auf nach Amerika. Sie, von ihm erneut in die gerade entronnen geglaubte Hausfrauenrolle gedrängt und auch sonst vom arbeitsmüden Liebhaber enttäuscht, wollte zurück in die Heimat. Das gefiel dem konsternierten Philipp so gar nicht und er sah keinen anderen Ausweg als den gemeinsamen Tod. Die Bereuende war schon auf dem Schiff nach Deutschland, als er zunächst sie und dann sich selbst erschoss. Ironie des Schicksals. Im Tod bekam er dann doch, was er wollte. Die Amerikaner beerdigten das Opfer und seinen Mörder Seite an Seite auf einem New Yorker Friedhof. Der Fall schlug damals - 1891 - in den USA hohe Wellen und die Zeitungen von New York bis Los Angeles berichteten darüber.
 

Gabriele Hannah hat einmal versucht, das dramatische Geschehen in dichterische Worte zu fassen:
 

Moritat
von Philipp & Katharina
 

Leider gibt es auch Geschichten
Voller Tragik zu berichten.

So floh dereinst ein junges Paar
Heimlich nach Amerika.
Die Verbindung dieser Beiden
Konnten viele Leut´ nicht leiden.
Denn die Dame war nicht frei
Hat Ehemann und Kinder – zwei!
Und den jungen Mann verbindet sehr
In Mainz die Pflicht beim Militär.

Heimlich, ohne Abschied nehmen
Beide sich von dannen stehlen.
Ganz anonym als Ehepaar
Erreichen sie Amerika.
Dort leben sie als Frau und Mann
Auf einer deutschen Bauersfarm.
Doch bald schon trübte sich das Glück
Und die Dame will zurück.
Die Hoffnungen auf bessre Zeiten
Endete in Streitigkeiten.


De Phillip, der vum Schaffe mied
Nur teilnahmlos im Bettschje liegt
Sei scheene Kleider sin zerschliesse
All die Kneppscher abgerisse
„Cathrienschje, kumm“ – so dud er flehe
„Kennscht mer doch die Knepp oonähe!“
Doch des Cathriensche dud nur lache –
„Des kannschte grad mol selwer mache.“
Und schmeißt des Hemd ihm aafach hie
„Isch fahr zurück nach Germany!“

„Na du färscht nett!“ Sagt er bestimmt.
„Un isch fahr doch! – Egal was kimmt!“
Mim Köffersche und ihre Kleider
Besteigt sie dann das Dampfschiff „Eider“.
Er folgt ihr nach – „hab´doch Erbarme“!
Und schließt sie fest in seine Arme.
E kurz Gerangel – dann ein Schuss
Es kam wie´s ebe kumme muss.
Und als sie liegt zu seinen Füßen
Tud aach de Philipp sisch erschießen.
Jetzt lien sie alle beide dort
En quasi „Selwer-Doppelmord“.
 


 

Phillip & Katharina wie sie ein New Yorker Zeitungszeichner  sah.


Bolero von Gimbsheim
"Auswanderer" auf vier Pfoten. Eine tierische Geschichte aus dem 1. Weltkrieg
 

Boler von Gimbsheim auf Erich - Graf .DE
Bolero von Gimbsheim im Jahre 1917 -
auch in seiner Wahlheimat ein erfolgreicher Jäger

Bei den Vorbereitungen einer Auswanderer-Ausstellung sind wir auf eine unbekannte Episode deutsch-amerikanischer Geschichte gestoßen. Ein Jagdhund aus Gimbsheim wird auf verwundenen Wegen in die USA geholt. Er wird auf Ausstellungen gefeiert und ist deutscher Stammhalter der amerikanischen Korthals-Griffons.

Mitten im Krieg im gegnerischen Lager hohe Anerkennung zu genießen oder gar von der Presse des Landes gefeiert zu werden, gelingt sicherlich nur ganz wenigen. Dazu muss man schon Schauspieler, Sänger oder Sportler sein – oder eben eine tierische Ausnahmeerscheinung wie es Bolero von Gimbsheim eine war.


Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten kam der rheinhessische Vierbeiner unter seinem Züchternamen Bolero von Gimbsheim ganz groß heraus. Seine Geschichte und seine Leistungen brachten es in die amerikanischen Zeitungen. An seiner deutschen Herkunft störte sich hier niemand. Im Gegenteil. Man schwärmte geradezu für den Rassehund aus Rheinhessen. Die US-Presse feierte ihn überschwänglich als den am besten gezüchteten und trainierten Hund, der jemals in die Vereinigten Staaten importiert worden sei. Man lobte seine perfekte äußere Erscheinung, seine hervorragende Erziehung und seinen ausgezeichneten Charakter. Und der deutsche Stammhalter aus Gimbsheimer Zucht hielt, was man sich von ihm versprach. Bei amerikanischen Hundeausstellungen war er kontinuierlich über Jahre hinweg Gewinner seiner Klasse und trug damit wesentlich zur wachsenden Beliebtheit der Korthals-Griffons in den USA bei.



 

Die englische Künstlerin Yael David-Cohen wurde 1942 in Jerusalem geboren. Ihr Großvater, Simon David, stammte aus Gimbsheim. Yaels Vater musste Deutschland 1933 verlassen. Er emigrierte nach Paris und 1936 nach Palästina. Die David Familie - und alle ihre Nachkommen in Gimbsheim - stammt ursprünglich aus Alsheim. Die Nachfahren der Familien David leben heute in England, Israel und den USA.
Mit Yael David-Cohen findet ein reger Austausch statt über ihre deutsche Familiengeschichte. Während der Ausstellungseröffnung in Gimbsheim ergab sich die Gelegenheit zu einem persönlichen Kennenlernen.



 

©  VG Museum, Hartmut Noffke (Bild 1 u. 3) 


In der SWR-Landesschau vom 9.12.2011 wurde ein Beitrag über unsere "Coca-Cola-Forschung" gesendet.

 

Harold Hirsch - The Guru of the Coca-Cola Company” und seine rheinhessischen Wurzeln

 

Harold Hirsch war Vice President der Coca-Cola Company und verantwortlich für Rechtsangelegenheiten. Sein Auftrag lautete, Coca Cola weltweit zur Nummer 1 zu machen. Für Hirsch hieß das, der Konkurrenz u.a. mit juristischen Mitteln das Geschäft zu erschweren und Plagiatoren das Handwerk zu legen. Wesentlich dazu beigetragen hat die legendäre Flaschenform. Harold Hirsch hatte die geniale Idee, das Getränk in einer unverwechselbaren und einmaligen Flasche abfüllen zu lassen und gab den Anstoß, eine solche Flasche zu entwickeln.

 

Heinz Wiezorek, ehemaliger Senior Vice President von Coca-Cola über den Anteil von Harold Hirsch am Erfolg von Coca Cola: Ohne die moderne Verpackung wäre dieser globale Siegeszug niemals möglich gewesen... Dem Anwalt Harold Hirsch ist es wohl zu verdanken, dass 1915 die Coca-Cola-Flasche mit dem Hüftschwung, die „Mae-West-Flasche“ eingeführt wurde. Diese neue Flasche sollte Coca-Cola schließlich genauso stark symbolisieren wie das Schriftlogo und dadurch eine Sonderstellung der Marke sichern. Der berühmte Industriedesigner Raymond Loewy nannte die „perfekt geformte“ Flasche „aggressiv weiblich“ – sie besitze „zwanzig clever kaschierte Tricks ... um verführerisch und befriedigend in der Hand zu liegen“. Harold Hirsch war weniger poetisch, dafür umso direkter in der Anzeigenwerbung: „Wir haben die Piraten der Branche abgefüllt“ ... und: „Sie haben die alte Flasche und das Etikett von Coca-Cola nachgemacht, aber die neue können sie nicht nachmachen – sie ist patentiert.“ Erst jetzt war der Grundstein für eine weltweite Verbreitung geschaffen. Schriftlogo und eigenständige Konturflasche waren der Garant dafür, dass Produkt und Marke von Wettbewerbern „abgehoben“ blieben. (Quelle: Gundlach-Markenforum, 1999)
 

Was bisher niemand wusste: Der Vater von Harold Hirsch, Heinrich Hirsch, war ein Auswanderer aus Gimbsheim, der Mitte des 19. Jahrhunderts nach Amerika emigrierte. Auch Harolds Großeltern mütterlicherseits stammten beide aus Rheinhessen, und zwar wahrscheinlich aus Worms (aus Hagenbach kommend). Sie waren gleichzeitig die Schwiegereltern seiner ebenfalls vom Altrhein nach Atlanta ausgewanderten Onkel Joseph und Moritz. In Atlanta konnte Harold Hirsch viele weitere Deutsche aus der Heimat seiner Vorfahren begrüßen, die, jeder zu seiner Zeit, im politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben der Hauptstadt von Georgia eine Rolle spielten. Das Herrenbekleidungsgeschäft seiner Verwandtschaft, Hirsch's Bros., hatte Bestand bis in die 1960er Jahre. Ein am Coca-Cola-Place gelegener Krankenhausbau wurde nach seinem Onkel Joseph Hirsch-Hall benannt. Im September 2011 musste das Gebäude abgerissen werden, nachdem es durch die von einem Tornado angerichteten Zerstörungen baufällig geworden war. Aktuelle Bilder des Abrisses, der von Protesten einer Bürgerinitiative begleitet war, finden sich z.B. auf Facebook und Flickr.

 

 

Im Rahmen unserer Forschungen über jüdische Auswanderer aus Rheinhessen in die Südstaaten von Amerika wurden diese Zusammenhänge jetzt ersichtlich. Auswanderer aus Rheinhessen spielten überhaupt im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben in Staaten wie North Carolina, Georgia oder Florida eine wichtige Rolle. Insbesondere Wilmington in North Carolina und Atlanta in Georgia waren Treffpunkte von Auswanderern aus rheinhessischen Gemeinden. Ein Auswanderer aus Hamm war sogar einmal Bürgermeister von Atlanta. Das Wilmington-Projekt steht kurz vor dem Abschluss (s.u.). Nächstes Forschungsprojekt: Atlanta, Georgia und dazu gehört natürlich auch die Geschichte von Harold Hirsch.


In der Allgemeinen Zeitung Mainz vom 15.10.2011 und in der Wormser Zeitung vom 12.11.2011 erschien dazu nachfolgender Artikel* (Bild anklicken).

Harold Hirsch Coca Cola (c) Allgemeine Zeitung Mainz

(*) Zwei kleine Korrekturen: Harold Hirsch war der Sohn des Gimbsheimer Auswanderers Heinrich Hirsch. Harold selbst wurde in Atlanta geboren. Die neuartige Flasche wurde von ihm um 1915 eingeführt.


Wilmington NC Revisited. Grußbotschaft von Bürgermeister Peter Kölsch überreicht

Die Wormser Zeitung berichtet darüber:
 

(c) Wormser Zeitung


(zum Lesen des Artikels bitte auf das Bild klicken)

 

(weitere Informationen finden Sie hier - englischsprachige Informationen unter:
Abraham David – A Jewish American immigrant from Gimbsheim. Searching for clues in Wilmington, North Carolina)

Vor bald nunmehr 150 Jahren wanderte Abraham David aus Gimbsheim nach Amerika aus. In Wilmington, North Carolina, an der amerikanischen Ostküste, ließ er sich nieder und baute dort ein Bekleidungsunternehmen auf, die A. David Company. Repräsentative Geschäftshäuser, die seinerzeit eigens für den Auswanderer vom Altrhein gebaut wurden, zeugen noch heute von seiner erfolgreichen Unternehmenstätigkeit.

Gabriele Hannah aus Mainz ist soeben von einem USA-Besuch zurückgekehrt, wo sie für ein Buchprojekt des GvG-Teams über die Auswanderer vom Altrhein forschte (s.u.). Die Gäste vom Rhein wurden in der Stadt am Cape Fear überaus herzlich empfangen und die Archive öffneten sich bereitwillig.

Höhepunkte waren sicherlich Besuche bei der dortigen Historischen Gesellschaft, der jüdischen Gemeinde und natürlich die Besichtigung des Abraham-David-Hauses. Gabriele Hannah überreichte eine Grußbotschaft und ein Gastgeschenk von Ortsbürgermeister Peter Kölsch sowie einen Nachdruck der von Erich Graf geschaffenen Gimbsheimer Ansicht. Der heutige Besitzer, Roy Clifton, der dort heute ein Künstlercafé und ein Restaurant betreibt, würdigte die Tatsache, dass zum ersten Mal nach Abraham David wieder jemand aus Gimbsheim in dieses Haus zurückgekehrt sei. Das Gimbsheim-Bild von Erich Graf werde dort einen Ehrenplatz erhalten.



I've worked for this country, and I've worked hard.... Yes, I like America. (Christina Traub aus Gimbsheim - 1941 im Alter von 97 Jahren, ausgewandert 1862)

 Das ist die Quintessenz eines langen Auswandererlebens . Ja, ich mag Amerika, soll deshalb das Motto einer geplanten Ausstellung sein.

 

 

Einzelne Artikel mit unseren Forschungsbeiträgen: bitte klicken  (in Bearbeitung)

 
 

 

   

Die Website wurde erstellt im August 2010 aus Anlass der Erich Graf-Ausstellung
© Heimatkünstler Erich Graf  Graf von Gimbsheim ®